Erlerntes umsetzen

Grau ist alle Theorie. Daher wird in mindestens 2500 Ausbildungsstunden das im Unterricht erworbene theoretische Wissen konkret in die Praxis umgesetzt und vertieft. Während der praktischen Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann jeder Auszubildende neben verschiedenen Abteilungen der Krankenhäuser auch weitere Bereiche im Gesundheitswesen kennen. Dazu gehören etwa Sozialstationen, Hospize, Dialysepraxen, psychiatrische Kliniken oder Senioreneinrichtungen.

Die praktische Ausbildung erfolgt in einer der kooperierenden Kliniken oder Senioreneinrichtungen oder bei einem der Verbundpartner. 

Praxisanleitung durch Praxisanleiter und Praxisbegleitung durch Lehrerinnen und Lehrer der Schule

Während der praktischen Ausbildung werden die Auszubildenden von Praxisanleitern aus unseren Krankenhäusern, die an der Ausbildung beteiligt sind, angeleitet. Auch die Lehrer des Katholischen Bildungszentrums Haan halten während der Praxisphase engen Kontakt mit den Auszubildenden und suchen diese an ihren Ausbildungsplätzen auf und reflektieren gemeinsam die Lernaufgaben. So kann eine gute Vernetzung von Theorie und Praxis gewährleistet werden. Eine qualifizierte, gemeinsame Begleitung der Auszubildenden durch Lehrer und Praxisanleiter ist uns sehr wichtig, damit die beiden Lernorte Schule und Krankenhaus verzahnt werden.

Fachgebiete der praktischen Ausbildung

Innerhalb der praktischen Ausbildung gibt es Fachgebiete, die als Pflichtfächer durchlaufen werden müssen. Für Abteilungen, die nicht in unserem Verbund vorhanden sind, stehen externe Kooperationspartner zur Verfügung.
Der langfristige Ausbildungsplan stellt sicher, dass jeder innerhalb der dreijährigen Ausbildungszeit ein breites Spektrum praktischer Arbeitsfelder kennenlernt und das Ausbildungsziel entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen erreicht.

Auszubildende lernen die unterschiedlichen Bereiche im Gesundheitswesen kennen. Dazu gehören verschiedene Abteilungen von Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen und Sozialstationen.

Nach der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung des Pflegeberufegesetzes erfolgt der Einsatz in folgenden Bereichen:

Geriatrie

Die Geriatrie (Altersheilkunde) befasst sich mit organischen Erkrankungen, die im Alter auftreten. Ältere Menschen haben oft mehrere Erkrankungen, die in ihren Verflechtungen behandelt werden müssen. Dazu zählen beispielsweise Herzinfarkte oder Schlaganfälle, die mit einer Diabetes- oder Demenzerkrankung einhergehen. Deshalb arbeitet die Geriatrie eng mit Spezialisten anderer Fachabteilungen zusammen.

Pädiatrie / Wochen- und Neugeborenenpflege

Mit den Krankheiten des Säuglings- und Kindesalters beschäftigt sich die Pädiatrie (Kinderheilkunde). Hierbei handelt es sich um die Lehre von der Entwicklung des kindlichen Organismus, seiner Erkrankungen und ihrer Behandlung. In der pädiatrischen Abteilung werden verschiedene Krankheitsbilder im Säuglings- und Kindesalter diagnostiziert und behandelt.

Nach einer Geburt ist nicht immer ein stationärer Aufenthalt nötig. Allerdings wünschen sich viele Mütter besonders in den ersten Tagen die Unterstützung von erfahrenen Hebammen und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen. Auf der Station der Wochen- und Neugeborenenpflege werden die Mütter mit ihren Babys rundum betreut.

Psychiatrie

Die Psychiatrie ist eine medizinische Fachdisziplin, die sich als Wissenschaft von den Seelenstörungen und Geisteskrankheiten versteht und sich mit deren Diagnostik, Therapie und Prävention befasst. Bei der Behandlung geht es auch um die unterschied­lichen Ursachen, Erscheinungen und Verlaufsformen.